
Archäologisches Museum und archäologische Ausgrabungsstätte von Fiesole
Die archäologische Ausgrabungsstätte dokumentiert die antike Geschichte der Stadt Fiesole und ihres Umlands: Die Anwesenheit des Menschen in dieser Gegend lässt sich mindestens bis in die Bronzezeit (etwa 2000 v. Chr.) zurückverfolgen, während die Stadt Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. entstand; Fiesole war eine äußerst bedeutende etruskische Siedlung: Ihre Lage machte sie zu einem strategischen Punkt für die Kontrolle der Verkehrswege zwischen Süd-Etrurien und den etruskischen Siedlungen in der Poebene sowie zu einem Bollwerk gegen die Invasionen der Völker aus dem Norden, allen voran der Gallier. Im Jahr 80 v. Chr. wurde es zur römischen Kolonie, behielt jedoch die Merkmale einer etruskischen Stadt bei: Die Römer zogen es nämlich vor, sich im Tal niederzulassen und dort Florenz zu gründen.
Vom selben Eingang aus gelangt man zum Museum und zur malerischen archäologischen Stätte, wo die Ausgrabungen des Theaters, der Thermen und des etruskisch-römischen Tempels besichtigt werden können. Zum Rundgang gehören die Costantini-Sammlung, eine Sammlung antiker griechischer Vasen, sowie ein vollständig rekonstruiertes langobardisches Grab. Besonders hervorzuheben sind Bronzen aus der etruskischen Zeit, griechische und etruskische Keramiken mit schwarz- und rotfiguriger Malerei sowie die Marmorfriese des römischen Theaters.
Comune di Firenze