
Der Wasserweg des Baches Rufina
Der „Cammino dell’Acqua“ ist ein etwa dreistündiger Wanderweg, der entlang des Baches Rufina verläuft und von einer Reihe von Info-Tafeln begleitet wird, die über die Geschichte, die Geografie und die naturkundlichen Aspekte dieses Ortes informieren und die Besucher auf eine Entdeckungsreise durch eine Landschaft führen, die seit Jahrhunderten das Leben der lokalen Gemeinschaft prägt.
Der Bach Rufina entspringt in der Nähe von Consuma und mündet, nachdem er durch den Ort Rufina geflossen ist, in den Fluss Sieve. Der „Cammino dell’Acqua“ verläuft in einem engen Abschnitt des Tals, in dem Vegetation und Fauna noch in ihrer natürlichen Form erhalten sind.
Der „Cammino dell'Acqua“ verläuft auf einem neu angelegten Wanderweg, auf dem sich ökologische und touristische Aspekte mit dem ebenso wichtigen Aspekt der hydrogeologischen Überwachung verbinden.
Die Route beginnt im Ortskern von Rufina und folgt der Straße, die durch die Talsohle des Baches Rufina bis zur Brücke in der Ortschaft Casi führt. Hier verlässt man die Straße und beginnt den eigentlichen Wanderweg entlang des Flusses. Schon zu Beginn fällt auf, dass die Kraft des Wassers bereits in vergangenen Jahrhunderten genutzt wurde, um verschiedene Mühlen zum Mahlen von Getreide anzutreiben, von denen Spuren auf der Karte des regionalen historischen Katasters zu finden sind.
Nach etwa 2 km Weg erreicht man einen der charakteristischen Orte der Route, die Fischtreppe von Carvelli. Es wird erzählt, dass diese Fischtreppe in den frühen 1900er Jahren für ein kleines Wasserkraftwerk für das Dorf Rufina errichtet wurde. Ein kleines, aber geniales technisches Bauwerk, das in die Zukunft blickte.
Leider sind von diesem Bauwerk keine Spuren mehr zu finden, doch die Erinnerungen sind geblieben, ebenso wie die Fischtreppe, von der wir uns vorstellen können, dass der flache, stromaufwärts gelegene Teil das Einlaufbecken der Anlage war.
Der Weg führt weiter über weitere Bachüberquerungen und erreicht einen neu angelegten, eingezäunten Weinberg, den man durch Tore betritt und verlässt, wobei darauf zu achten ist, diese wieder zu schließen. Der Weg steigt stetig an und führt schließlich zur Mulino de’ Pesci, wo der Wanderweg endet. Der Ort ist insofern charakteristisch, als die Mühle erst vor relativ kurzer Zeit aufgegeben wurde und die alten Bauwerke auf der gegenüberliegenden Seite der Ankunftsstelle noch sichtbar sind. Die Brücke, die die Überquerung des Baches ermöglicht hätte, ist nicht begehbar, sodass man die alten Strukturen der Mühle heute nur noch sehen kann, die leider von Wildwuchs überwuchert, aber immer noch erkennbar sind.
Der Rückweg kann auf demselben Weg wie der Hinweg oder mit dem Auto erfolgen.
Das Projekt wird von Publiacqua in Zusammenarbeit mit dem Consorzio di Bonifica und dem Ecomuseo Montagna Fiorentina finanziert..
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